Zoophilie
Ob sich nun der Gott Zeus in einen Schwan verwandelt, um die angebetete Leda zu vögeln, oder ob der geplagte Großstadtmensch am Wochenende in den Zoo schleicht, um Tieren beim Geschlechtsakt zuzuschauen, der Homo Sapiens liebt seine vierbeinigen Artgenossen oft mehr als nur platonisch. Zoodirektoren berichten von Zuschauern, die gezielt vor den Affenkäfigen stundenlang ausharren, um den Geschlechtsakten der Tiere beizuwohnen. Und bei Hofe sei es früher häufig eine Art Vorspiel gewesen, dass der Herrscher den Damen zur Paarungszeit die Hengste vorführte wie sie auf der Weide die Stuten deckten. Die tierische Attraktion wurde zur voyeuristischen Stimulans. Die Liebe zum Tier beschränkt sich aber nicht nur auf voyeuristische Momente: Männer, die Kamele besteigen und Frauen, die sich von Hunden lecken lassen, kommen in jeder Witzesammlung vor. Was in der Realität hinter verschlossenen Stall- und Wohnungstüren passiert, ist noch nicht ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt worden. Siehe auch Sodomie und Tiere.
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