Sextoys – Tipps

Lusttipp: Packzettel für Ihre Lustschatulle im Liebeszimmer

Wie ich schon im ersten Kapitel über das Liebeszimmer erzählt habe, sollte neben dem Bett eine Lustschatulle stehen, die all die Köstlichkeiten für eine sinnliche, entspannende Erotik enthält. Wer sich bis jetzt noch mit einem Nachtkästchen mit Baldriantropfen, Papiertaschentüchern und vielleicht ein bisschen Fettcreme begnügt, dem verrate ich jetzt die Basics für die Sexkiste:

  1. Ein schlanker Vibrator mit stark vibrierender Spitze.
  2. Gleitgel
  3. Kondome und eventuell Lecktücher
  4. Papiertücher oder feuchte Kosmetiktücher
  5. Massageöl und/oder Honigpuder zum Wiederablecken
  6. Seidentücher oder Federn zum Streicheln
  7. Cockring für sein bestes Stück

Wie gesagt, das sind die Basics, wer es noch ein bisschen bunter treiben will, kann noch folgende Lustmittel in die Kiste zaubern:

  1. Liebeskugeln
  2. Eine Analkette oder Analplug
  3. Eine Augenmaske
  4. Handfesseln aus weichem Material mit Klettverschluss
  5. Slip ouvert oder Strapsstrumpfhose
  6. Ein festes Kissen

Extratipp Pflege: So haben Sie lange Freude an Ihrem Spielzeug

Den Vibrator nach dem Benutzen immer reinigen. Am besten mit etwas Seife oder Shampoo und lauwarmem Wasser. Vorsicht, nicht zu heißes Wasser nehmen. Am besten Sie benutzen ein feuchtes Tuch oder ein Küchentuch zum Abwischen, damit kein Wasser ins Batteriefach kommt. Dann ist es nämlich vorbei mit den Good Vibrations. In jeden Fall gut trocknen lassen bevor Sie Ihre Lieblinge wegräumen. Silikon an der Luft trocknen lassen, nicht abtrocknen. Nach dem Gebrauch sollten Sie die Batterien aus dem Fach tun und getrennt aufbewahren. Dildos können dafür problemlos in der Geschirrspülmaschine gewaschen werden. Sie können auch gleich von vornherein ein Kondom über die Toys ziehen.

Extra-Lusttipp: Solosex – erotisches Rendezvous mit mir selbst

Das schönste Bonmot zum Thema Masturbation stammt von Woody Allen, er sagt: „ Machen Sie´s nicht runter – es ist Sex mit jemanden, den man liebt“. Recht hat er. Und ist es nicht so, dass fast jeder von uns seinen ersten Sex mit sich selbst hatte? Verwöhnen Sie sich selbst. Gönnen Sie sich zwischendurch einen Quickie, der den Hormonhaushalt in Wallung bringt, einen rosigen Teint zaubert und jeglichen Stress im Nu vergessen lässt. Manchmal ist es aber auch schön die Liebe mit sich selbst nach allen Regeln der Kunst zu inszenieren. Nehmen Sie sich Zeit, genießen Sie es. Selbstbefriedigung hat so viel positive Wirkung auf unseren Körper wie ein ganzes Arsenal an Vitaminpillen, Sport, ein Entspannungsbad und ein dickes Lob zusammen. Selbstbefriedigung hat auf unseren Körper genau denselben gesunden Effekt wie Sex mit einem Partner. Natürlich fällt beim Masturbieren die psychische Komponente weg, die Zärtlichkeit eines Partners, der Austausch, keine Frage. Doch rein körperlich gesehen erleben wir auch beim Solosex eine energetische Aufladung des Körpers. Sex bringt den Kreislauf in Schwung, aktiviert unsere Abwehrkräfte und Glückshormone werden ausgeschüttet. Außerdem kostet das ganze nichts und wir kommen dabei immer zum Orgasmus. Ein wichtiger Nebeneffekt bei der Liebe mit sich selbst ist, dass wir dadurch unseren Körper und unsere Art der Lustbefriedigung kennen lernen und so auch beim Partnersex das bekommen, was wir uns ersehnen. Und noch etwas: Zuviel Solosex gibt es nicht! Und es ist eines der besten Anti-Aging-Mittel überhaupt.
Es ist nur schade, dass wir nie etwas über das wie und wo gesagt bekommen. Wir bekommen zwar beigebracht wie man ein Hemd bügelt oder ein Schnitzel brät und vielleicht noch wie wir eine Exceltabelle anlegen, aber niemand sagt uns, wo genau sich die Klitoris befindet und wie wir sie zum tanzen bringen. Das muss jede schön für sich alleine herausbekommen.

 

  • Hier ein paar Ideen für Anfängerinnen und Fortgeschrittene:

    •  Mit einem Finger den Schaft der Klitoris reiben auf dem Rücken liegend mit gespreizten Beinen
    •  Mit zwei Fingern rechts und links der Klitoris reiben
    •  Die Klitoris mit der Fingerspitze kreisförmig massieren und Druck ausüben, auch den Damm und die Rosette streicheln.
    •  Legen Sie sich auf den Bauch und reiben Sie sich an einem Gegenstand wie zum Beispiel einer Kissenrolle oder einem Handtuch.
    •  Gleichzeitig die Klitoris massieren und mit ein oder mehr Finger in die Muschel stoßen.
    •  Mit der Handfläche über die Klitoris streichen und mit einem Finger gleichzeitig in die Muschi und/oder das Poloch hineinfahren.
    •  Die überschlagenen Beine fest zusammendrücken und die Beckenmuskulatur anspannen.
    •  Einen Vibrator auf der Klitoris tanzen lassen.
    •  Lassen Sie das Höschen an und stecken Sie einen Vibrator in die Muschi und zwar so dass der Vibrator vom Slip am wieder herausrutschen gehindert wird. So können Sie mit dem Finger oder einem zweiten Vibrator die Klitoris stimulieren.
    •  Schauen Sie sich gegenseitig beim Masturbieren zu.

    Extratipp Sex: Bastelanleitungen für Do-it-jourself Sextoys
    Selbstgemacht ist viel persönlicher als gekauft. Was für Norwegerpullis und Quittenmarmelade gilt, gilt auch für Lustmittel. Diese Basteltipps werden Ihnen viel Freude und hoffentlich schlaflose Nächte bereiten. Das Material finden Sie im Haushalt oder bekommen Sie in jedem Kaufhaus für ein paar Euro.
    Slip ouvert
    Material: Slip, Schere, Spitzenbordüre, Nähzeug
    Slip im Schritt circa 5 cm lang direkt über ihrer süßesten Stelle aufschneiden. Die Öffnung rundum mit Spitzenbordüre versehen. Anziehen. Genießen.
    Cockring
    Material: Lederband 1 cm breit und 15 cm lang, Druckverschluss
    Am besten zuerst Maß am Lieblings-Schniedel nehmen - dabei beeindruckt seufzen, damit der Cockring auch richtig sitzt. Dann Druckknopf befestigen und anlegen.
    Dildo:
    Material: Kondom, Klebeband, Luftpolsterfolie mit großen Luftblasen
    Luftpolsterfolie in gewünschter Größe ganz eng zusammenrollen, Luftblasen nach außen. Kondom über die Rolle ziehen, am Ende zukleben.
    Massagebürsten:
    Material: Champignonbürste, Rasierpinsel, Ölfarben, Pinsel, Geschenkband, Duftessenz Bergamotte
    Griff der Champignonbürste und des Rasierpinsel in verschiedenen, zusammenpassenden Farben bemalen, trocknen lassen, die Borsten mit Duftessenz beträufeln und mit einem Geschenkband zusammenbinden.


    Mal was anderes: Accessoires für aufregende Spielchen
    Schließen Sie die Augen und streichen Sie sich über die nackte Haut an der Brust, Bauch oder Schläfe. Jetzt öffnen Sie die Augen und wiederholen die Streicheleinheiten. Wann war der Genuss größer? Bei geschlossenen Augen, denn wenn ein Sinn wegfällt, werden die übrigen Sinne intensiver erlebt. Verbinden Sie Ihrem Schatz doch einmal die Augen. Verwenden Sie möglichst eine Augenmaske mit Gummihalterung und weicher Polsterung. Ein zu fest um die Augen gebundenes Tuch kann unangenehm sein, der Knoten drückt auf den Hinterkopf und vielleicht bekommen Sie ihn dann gar nicht mehr auf. Das gleiche gilt für kleine Fesselspiele, wer keinen Segelschein hat, sollte lieber die Finger von irgendwelchen Knoten lassen. Auch klassische Handschellen aus Metall mit Schlüssel sind nicht zu empfehlen. Sie kennen bestimmt auch die eine oder andere Geschichte vom verlorenen Schlüssel und einem nicht gerade dekorativ am Heizkörper gefesselten Nackten. Außerdem ist so martialisches Zeug ohnehin nichts für unser schönes Liebeszimmer. Wenn Sie sich gerne einmal hingeben möchten, ohne in den Versuch zu kommen, doch wieder alles selbst in die Hand zu nehmen, rate ich Ihnen auch hier zu schön weich gepolsterten Fesseln. Wir wollen es ja schließlich gemütlich haben, beim verwöhnt werden. Es gibt Fesseln aus Satin, Plüsch oder Leder mit praktischem Klettverschluss. Da kann dann auch nichts schief gehen.
    Bei Fesselspielen ist absolutes Vertrauen Voraussetzung, machen Sie bevor Sie auf Ihre Fanatasiereise gehen, ein Codewort aus. Wenn einer der beiden dieses Wort nennt, wird das Spiel sofort ohne Zögern oder Nachfragen abgebrochen.