Sextoys – Vibratoren

Vibratoren und Frauen – Eine sexy Liebesgeschichte

Die uralte Liebesgeschichte zwischen Frauen und ihrem besten Freund hat wahrscheinlich schon mit Eva angefangen. Bekannt sind Dildoproduktionen aus dem alten Griechenland, aus Milet 500 vor Christ, wo die berühmten Olisben hergestellt und exportiert wurden. Sie waren aus Holz und mit Leder überzogen. Als Gleitmittel wurde Olivenöl verwendet. Doch bevor ich die Liebesgeschichte von den Frauen und ihren besten Freunden weitererzähle, kurz noch eines vorweg. Dildos und Vibratoren werden oft verwechselt, dabei ist es ganz einfach: Vibratoren haben einen Motor, der für good Vibrations sorgt, während Dildos ohne Motor daherkommen. Sie haben meist eine phallusähnliche Form und sind das älteste Sexspielzeug der Welt überhaupt. Vibratoren gibt es erst seit dem 19. Jahrhundert. Der Begriff Dildo kommt aus dem Englischen und wird von dem Wort „delight“ Entzücken, Freude abgeleitet. Das leuchtet doch ein! Sie wurden schon im alten Ägypten, Japan, China und in Griechenland genossen. Früher waren die Kunstpenise aus Porzellan, Glas, Holz, Onyx, Alabaster oder Elfenbein. Manche hatten sogar einen Art Hodensack aus dem warme Flüssigkeit hoch gepumpt wurde, um ein ganz reales Gefühl hervorzurufen. Ganz schön ausgeklügelt.
Der Vibrator wurde in den USA Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Arzt erfunden und war eine riesige Apparatur. Wegen der Größe wurden die Geräte anfangs nur in Arztpraxen angewendet und zwar zur Behandlung von Hysterie. Zu der Zeit verstand man darunter noch die Symptome, die durch sexuellen Frust hervorgerufen wurden. Die Ärzte stimulierten die Frauen manuell und führten dadurch einen Orgasmus herbei, einen „hysterischen Paroxysmus“, wie man das ganz elegant umschrieb. Die Ärzte waren glücklich über die Erfindung des Vibrators, weil sie sich dadurch stundenlanges mühevolles "Streicheln" ersparten. Um 1880 kamen dann die ersten elektrisch motorisierten tragbaren Vibratoren auf den Markt und bis in die 20iger Jahre unseres Jahrhunderts wurden die Geräte ganz offen beworben und zur häuslichen Selbsttherapie angewandt. Dann verschwanden die coolen Helfer wieder aus den Zeitschriften und Apotheken bis sie in den Siebzigern von den Frauen selbst wiederentdeckt wurden.

Mein Vibrator: Heimliche Affäre oder flotter Dreier?
Auch wenn es irrational ist: Manche Männer können nicht damit umgehen, wenn ihre Freundin einen Vibrator hat oder gemeinsam einen kaufen möchte. Sie bekommen Angst, dass ihr bestes Stück nicht mehr gebraucht wird. Mit einem souveränen Mann werden Sie so ein Problem nicht haben, wenn doch, hier ein paar Tipps wie Sie Ihren sensiblen Liebling überzeugen.

  • Falls Sie den Vibrator ausschließlich für sich selbst verwenden wollen, behalten Sie diese süße Sexaffäre doch ganz ladylike für sich. Er muss es ja nicht wissen, dass Sie sich manchmal mit einem Vibrator vergnügen.
  • Wenn Sie den Vibrator gemeinsam kaufen und benutzen möchten, versichern Sie Ihrem Mann, dass sein Schwanz natürlich Ihr absoluter Star ist und durch nichts zu ersetzen ist. Loben Sie seinen Schwanz in den höchsten Tönen. Erklären Sie ihm, dass ein Vibrator kein Ersatz ist und er die Vergleiche doch nicht nötig hat.
  • Wenn er trotzdem rumjault: „Bin ich dir denn nicht mehr genug?“, setzen Sie auf seine Abenteuerlust und vor allem auf seinen Spieltrieb. Schwärmen Sie von Akkus, dreifach Stufen, High-tech Material und Fernsteuerung.
  • Das überzeugendste Argument ist jedoch, dass ihm der Vibrator „Arbeit“ abnimmt. Da Frau und Mann nun einmal eine unterschiedliche Erregungszeit haben und Frauen meist viel zusätzliche Stimulation rundherum brauchen, kann ihm der Vibrator da gut zur Hand gehen. Sozusagen als sein kleiner, feiner Assistent, bis der Große dann seinen Job macht.

Luststäbe: Auf der Suche nach meinem besten Freund

Die Auswahl an Vibratoren und anderen Lustmitteln ist riesengroß, zumindest in Deutschland, andere, auch europäische Länder sind da ziemlich unterversorgt. Wenn Sie zum Kauf eines erotischen Accessoires losziehen, gehen Sie am besten in einen Frauensexshop. Die gibt es mittlerweile in fast jeder größeren Stadt. Dort ist die Atmosphäre meist gemütlich und Sie können ungestört ganz unter sich einkaufen. Es gibt aber auch Paartage an denen die Herren der Schöpfung mitdürfen. Die Beratung ist meist erstklassig. Keine Selbstverständlichkeit, da die sonst in der Branche gerne vernachlässigte wird. Die Betreiberinnen dieser Erotikläden sind mit Herz und Seele bei der Sache und wissen wovon sie reden. Falls Sie auf dem Land wohnen oder den Gang in eine Erotikboutique scheuen, können Sie im Internet anonym bestellen. Die Spielsachen kommen dann diskret verpackt, direkt ins Haus. Adressen von Frauensexshops und seriösen Anbietern aus dem Internet finden Sie im Adressteil am Ende des Buches.

Kleine Checkliste für den Vibratorkauf

Die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Vibrators sind Größe, Material, Form und Design.

Da ein guter Vibrator sein Geld kostet, so von 50 Euro aufwärts, sollten Sie vorher einmal voller Vorfreude überlegen, was Sie damit machen möchten.

Was haben Sie damit vor?
Möchten Sie einen Vibrator zum Einführen oder eher zur Stimulation der Klitoris? Falls es Ihnen mehr um das Gefühl des Ausgefülltseins geht, sollten Sie an Ihrem Lieblingsschwanz Maß nehmen. Sie können auch beim Solosex schauen wie viele Finger Ihnen behagen oder an einer Gurke maßnehmen. Bitte schälen und ein Kondom überziehen – wegen der Keime. Ein Durchmesser, der gut kommt, liegt so bei 3,5 bis 5 Zentimeter. Wer eher auf die Klitorisstimulation aus ist, kann sich für einen Klitoralvibrator wie den Layaspot, den Eroscillator oder den Play Dream entscheiden. Die sehen eher aus wie futuristische Handys und sind nicht unbedingt als Vibratoren erkennbar.
Beliebt sind auch Doppelvibratoren mit dickem Schaft voller rotierender Perlen und einem zusätzlichen Klitoralstimulator. Die sind jedoch ziemlich teuer und schwer vom Gewicht her. Besser ist es zwei Vibratoren zu nehmen, einen schlanken für die Klitoris mit kräftiger Vibration an der Spitze, den Sie auch beim Partnersex gut einsetzen können und einen dickeren, der Sie beim Solosex schön ausfüllt. Es gibt auch ergonomisch geformte Vibratoren von Frauen designt, die gleichzeitig G-Punkt und Klitoris verwöhnen, zum Beispiel den Ultime. Auch der Stubby ist so ein multifunktionales Toy, er ist leicht gebogen für den G-Punkt und hat Rillen für die Stimulation der Vulva.
Der beliebteste Vibrator in Deutschland ist übrigens der Flipper mit einem süßen Delfingesicht und ozeanblauer Farbe, die zum Träumen einlädt. Der entspannt nicht nur das Auge!

Netzvibrator oder Batterien
Als nächstes können Sie zwischen einem Netzvibrator, Vibratoren mit Akku zum Wiederaufladen oder mit Batteriebetrieb wählen. Praktisch sind auch die neu entwickelten Vibratoren mit Aufladestation. Das ist umweltfreundlich und Sie müssen sich weder mit Batterien noch mit einem Kabel rumschlagen. Wer einen Luststab mit Batterien wählt, sollte drauf achten immer welche im Haus zu haben. Sonst geht es Ihnen wie mir, die ich einmal zu spät zur Arbeit kam, weil ich die Batterien aus dem Wecker genommen hatte! Und es war natürlich ein sehr wichtiger Termin. Gerade deswegen brauchte ich den Vibrator ja am Abend davor, um entspannt einschlafen zu können.
Manche Vibratoren sind ziemlich laut. Wem die Vibrationen wichtig sind, der muss meist ein gewisses Brummen in Kauf nehmen. In guten Sexshops können Sie den Vibrator anfassen und die Stärke seiner Vibration testen. Halten Sie dazu die Spitze des Luststabs an die Nasenspitze, da können Sie am besten feststellen wie er sich an der Klitoris anfühlen wird. Zum Lautstärkentest nicht an die Ohren halten, in Hüfthöhe reicht.

Das Material
Es gibt Sextoys aus Jelly, Gummi, Cyberskin, Glas, Hartplastik, Silikon, Metall, Edelstahl und sogar aus poliertem Holz. Besonders hautverträglich sind die aus Silikon, Holz oder Hartplastik. Vibratoren aus Gummi haben meist einen unangenehmen Geruch. Silikon hingegen ist fest, mit einer seidenweichen, glatten Oberfläche, es hat keinen Eigengeruch und ist sehr hautfreundlich. Silikon ist ein guter Wärmeleiter und wärmt sich sehr schnell auf. Außerdem lässt es sich leicht reinigen und wird nicht porös. Die aus Jelly und Cyberskin sollten Sie meiden, auch wenn sie besonders farbenfroh daherkommen. Sie haben nämlich gesundheitsschädliche Ausdunstungen von giftigen Lösemitteln und Weichmachern. Wer so einen Vibrator hat, sollte daher unbedingt ein Kondom drüberziehen.

Orgasmische Gebrauchsanleitung für Good Vibrations

Sie können den Vibrator alleine oder zu zweit als zusätzliches Lust-Accessoire benutzen. Sie können zum Beispiel während er seinen Johannes in ihre Yoni gesteckt hat mit der Vibratorspitze die Klitoris und Muschilippen massieren. Am besten geht das in der so genannten Löffelstellung. Beide liegen auf der Seite mit leicht angezogenen Beinen, er besucht sie von hinten, während sie von vorne den Vibrator zu Hilfe nimmt. Ein sehr lustvolles Spiel, das manchen Frauen den ersten Orgasmus während der Penetration beschert.
Oder sie reitet auf ihm und legt den Vibrator an ihren Kitzler, seine Hoden oder auf die Rosette. Sie können den Lustassistenten auch in der Missionarsstellung zwischen Ihrem Bauch und seinen Penisansatz stecken, da werden beide sinnlich gerüttelt.
Als zusätzlichen Lustreiz beim Oralsex können Sie den Vibrator oder Dildo in die Muschi schieben und dann mit der Zunge den Kitzler verwöhnen. Genauso kann sie die Hoden mit einem Vibrator verwöhnen, während sie am Schaft knabbert. Vergessen Sie das Perineum nicht, da kommen die Vibrationen besonders gut, bei beiden.
Überhaupt ist ja ein Vibrator nichts anderes als ein Massagestab in Phallusform. Gehen Sie damit auf Erkundigung über den ganzen Körper und drücken Sie an den Hot Spots Ihres Partners ein bisschen fester drauf. Ein schönes Vorspiel. Erregend ist es auch, wenn man den Vibrator schon benutzt, wenn man noch bekleidet ist und sich erst dann, schon erregt auszieht und er dann mit seinem warmen Zauberstab weitermacht.