Dessous

"Dessous" kommt aus dem Französischen und heißt ganz einfach "darunter". Dabei wird im Dessousbereich schon lange das unterste zu oberst gekehrt: Nach dem Motto, ein Dessous ist dazu da, körperliche Reize zur Schau zu stellen. Madonna hat den Spitzen-BH als Blusenersatz populär gemacht und der Lingerielook gehört heute zum Alltag. Und die im Sexshop oder Erotik-Versand angebotene Reizwäsche unterscheidet sich nur noch geringfügig bis gar nicht von dem Angebot eines normalen Dessous-Ladens. Was früher nur leichten Mädchen vorbehalten war, wird heute von praktisch jeder Frau eingesetzt. Und es funktioniert. Männer lassen sich von einem Spitzen-BH und Strapsen immer wieder schwer beeindrucken. Das Angebot ist riesig: neben den Spitzen BH´s und Bodys, sind auch Korsette wieder im Kommen. Im Sexshopkatalog werden Strumpfhosen, Catsuits und Tangas angeboten, die im Schritt offen sind. Ein Dessous soll zwar die Reize unterstreichen, beim Reizen aber nun auch nicht im Weg sein. Eine ähnliche Funktion hat die Büstenhebe, eine Art halber Büstenhalter, der die Nippel frei lässt.
Da braucht einem dann keiner mehr an die Wäsche zu gehen. Auch für Männer gibt es ein paar reizende Dessous, Jockstraps, durchsichtige Tangaslips, Netzbodys, Höschen mit Front-Reisverschluss bis hin zum "Williwärmer". Ein gehäkeltes Teil für seinen Pimmel, der allerdings eher zum Lachen animiert, als zu sonst was. Bleibt noch die Frage, ob die Dessousladendichte eines Landes etwas über sein Verhältnis zur Erotik aussagt. Österreich ist mit Filialen der Reizwäsche-Ketten Palmers und Gazelle zugepflastert, während Deutschland das Land mit der größten Apothekendichte der Welt ist.

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