Gasmaske

In dem berühmten Film "Im Reich der Sinne", 1976, von dem japanischen Regisseur Nagisa Oshima zieht die Frau eine Schnur immer enger und enger um den Hals ihres Mannes. Beim Sex. Um ihm mehr Lust und Genuss zu verschaffen. Er fordert von ihr, ihm bis zum äußersten die Luft zu nehmen, um damit nochmals eine Erektion zu erlangen - vielleicht die letzte kurz vor dem Tod. Atemreduktion macht Angst, erhöht den Adrenalinspiegel und führt zur schnelleren sexuellen Erregung. Luftmangel kann man herbeiführen, indem man sich eine Plastiktüte über den Kopf zieht oder indem man Gasmasken aufsetzt. Dabei handelt sich meist nicht um Kriegsveteranen, die lausigen Sex im Luftschutzkeller noch einmal erleben wollen. Die Quälerei mit den Gasmasken ist eine sehr schräge Form, sich einen Kick durch akute Atemnot zu holen. Die furchterregenden Masken gibt es in oliv oder grau auf dem Flohmarkt oder beim Zivilschutz.

Siehe auch: Augenbinde