Erotische Hilfsmittel

Als Hilfsmittel wurden lange Zeit alle Sexmittel bezeichnet. In den fünfziger Jahren gab es ohnehin nur Kondome und Dildos. Aber auch heute, wo Beate Uhse circa 5000 Produkte im Angebote hat, findet man Sexshops, immer noch unter dem Stichwort "Hilfmittel" in den Gelben Seiten. Manche Produkte sind wirklich sexual-medizinische Hilfsmittel und können über die Krankenkasse bezogen werden. Dazu gehören zum Beispiel die Erektionshilfen in Form der Vakuumpumpen mit Stauringen. Diabetiker können sich ein solches Gerät von der Kasse finanzieren lassen. Die in der Hilfsmittelliste anerkannten Produkte, sind deshalb gleich doppelt oder dreimal so teuer, wie ein vergleichbares Gerät im Sexhandel (Ausnahmen bestätigen diese Regel). Vibratoren zum Üben oder zur Entspannung bei Anorgasmie finanziert die männlich fixierte Krankenkasse jedoch nicht. Das Krankheitsbild ist in diesem Fall auch nicht so eindeutig, wie beim Mann. Die zu trockene Scheide ab der Menopause wird ebenfalls nicht als Krankheit, sondern natürliche Veränderung gesehen.
Daher sind Gleitmittel privat zu finanzierende Hilfsmittel beim Sex. Bei Viagra liegt ein Grenzfall vor. Bei Altersdiabetes ist es gerechtfertigt dem erektionsschwachen Manne mit Kassenmitteln zu helfen. Bleibt die spannende Frage, wie viel Sex einem Krankenversicherten die Assekuranz pro Monat zugesteht?

Siehe auch: Ehehygiene, Masturbationshilfen, Toy