Menstruationsfetischismus

Rote Liebe. Manche Männer finden das Regelblut und den Geruch davon besonders anregend. Der höchste Genuss für sie ist Sex mit einer Frau zu haben, die gerade menstruiert. Was für viele Frauen eher lästig ist - die Monatsblutung- ist dem Menstruationsfetischisten heilig. Er geilt sich an allem, was damit zu tun hat, auf: Blutflecken im Höschen oder Bett, volle Binden oder andere Zeichen der weiblichen "Unpässlichkeit". Auch eingetrocknete Blutspuren törnen diese Männer noch an, wo andere sich schon längst, auch der Hygiene wegen, abwenden. Naturvölker benutzen Zeichen der Regelblutung, um damit auf die Fruchtbarkeit hinzuweisen. Ein Mädchen, das erstmals die Regel hat, Menarche genannt, gehört von diesem Zeitpunkt an zum Kreis der heiratsfähigen Frauen. Einige Kulturen kannten für die Menstruation besondere Reinlichkeitsriten und Gegenstände. Auch der Ort, an dem die menstruierende Frau diese Zeit verbrachte (Menstruationshütten, zum Beispiel) war Teil der Kultur. Diese Zeichen haben jedoch nichts gemein mit dem Fetischismus unserer Tage, den manche Männer mit den sichtbaren Spuren der Blutung betreiben.

Siehe auch: Fetisch, Nekrophilie