Müll

Ohne Lust keine Entsorgungslast! Der ganze Fummel, Lack, Leder und Latex muss nachdem er es dem Benutzer viele Mal besorgt hat, irgendwann auch mal entsorgt werden. Ist der Vibrator leer gelaufen, müssen neue Batterien her. Die alten müssen zum Altbatteriensammelpunkt. Dort sieht man den Dingern nicht mehr an, wofür der Saft genutzt wurde. Besser gleich ein Aufladegerät mit aufladbaren Batterien besorgen. Das spart Geld, schont die Umwelt und erspart Verdruss, wenn mittendrin die Ladung leer ist. Oft wird dann die Batterie im Wecker zweckentfremdet oder das Spielzeugauto vom Sohnemann geplündert, nur damit Mammi ihre Freude zu Ende bringen kann. Aber auch Kondome zu entsorgen ist nicht leicht. Auf dem Kompost verrotten die Naturkautschukteile unter UV Licht, zerfallen zu Staub, aber bis dahin hat man das Gespött der Nachbarn vom Schrebergarten nebenan! Im Klo spülen die Teile sich schlecht herunter und schwimmen immer oben! Die Rechen der Klärbecken unserer Altwasseranlagen sind voll damit und verstopfen dort den geregelten Abfluss.
Im Faulturm, bzw. Klärschlamm wird das Latex schlecht abgebaut. Im Hausmüll versteckt wandern wohl die meisten der 190 Millionen jährlich in Deutschland verbrauchten Verhüterli zur Deponie oder Verbrennungsanlage. Zusammen ergeben das schon nette zehn volle Sattelzüge mit 380 Tonnen Latexmüll im Jahr bundesweit. Schleierhaft bleibt die Entsorgung der Vibratoren. Egal ob Latex oder Plastik, wie bringt die Frau von nebenan das gute Stück zur letzten Ruhe. Vermutlich tritt der Luststab seine letzte Reise heimlich, in eine Tüte gewickelt, tief unten im gelben Sack zur Verbrennung an. All ihre heißen Träume fahren dahin, wenn morgens die starken Männer der Reinigung den Behälter abholen und auskippen. Auf einen Berg geschüttet, wäre daraus schnell ein kleines Einfamilienhaus, bei geschätzten 120.000 Stück im Jahr, ein wahrer Scheiterhaufen der Luststäbe! Die Plastikpuppen und Folterwerkzeuge sind schon seltener in den Greifbaggern der Verbrennungsanlagen zu finden. Vermutlich verstecken unsere Mitmenschen die Fronwerkzeuge der Lust in alten Klamotten oder Säcken. Nur weg damit, aber diskret! Wann kommt endlich die Ökobilanz eines Vibrators? Eine echte Aufgabe für eine engagierte Ökostudentin mit Sinn für weibliche Lustbarkeiten.

Siehe auch: Batterien, Ehehygiene, Reinigung, Talkum-Puder, Verpackung, Versand