Tao

Die Taoisten wissen -ganz anders als die verklemmten Katholiken, dass Sex gesund ist und zu einem langen Leben führt. Aber Sex ist natürlich nicht gleich Sex, die Kunst des Liebens, die einen wesentlichen Teil der alten chinesischen Medizin ausmacht, will erlernt sein. Dabei spielt das richtige Atmen eine entscheidende Rolle, denn das Ziel des Tao ist es, den Menschen aus seinen Verkrampfungen zu lösen, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen dem Yin und dem Yang herzustellen. Yin und Yang sind das weibliche und das männliche Prinzip. Und das alles ohne jegliche Lustfeindlichkeit, denn der Taoismus ist eine ekstatische Lehre, der die christliche Einstellung "Sex ist gleich Sünde" vollkommen fremd ist. Sexuelle Praktiken und Positionen werden im Tao gelehrt wie bei uns das Vaterunser. Europäerinnen sollten ihrem Mann eine Ausgabe des "Tao der Liebe" unters Kopfkissen schieben. Die Grundprinzipien sind nämlich: Vorrangige Befriedigung der Frau, Steuerung der Ejakulation und die Einsicht, dass Orgasmus und Ejakulation des Mannes nicht notwendigerweise dasselbe sind.

Siehe auch: Kamasutra, Mond, Tantra, Vorspiel, Zeit